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Kambodscha 2 – Koh Rong, unterschätzte Traumstrände

Obwohl Südostasien immer beliebter bei den Backpackern wird, ist es in Kambodscha doch noch recht einfach dem Massentourismus aus dem Weg zu gehen. Trotz steigender Anzahl von Abenteurern und Auswanderern auf Koh Rong, findet man hier NOCH die Ursprünglichkeit, die man von Kambodscha erwartet.

Einfache Bungalows, nahezu unberührte Strände, kristallklares Wasser und das Leben Tür an Tür mit den Einheimischen.  Also genau das, wonach wir nach den unvergesslichen, aber auch anstrengenden Tagen in Bangkok und Angkor Wat gesucht hatten!

 

Die Anreise: Der Flughafen Sihanoukville ist von Siem Reap in ca. einer Flugstunde zu erreichen. Von dort aus fährt man zu einem Bootsanleger, um auf die Insel überzusetzen.

Achtung: manche Hotels haben ihre eigenen Bootsanleger (darunter auch unseres), dementsprechend ist auch in Sihanoukville ein anderer Anleger anzufahren, also vorher informieren und Fährzeiten abchecken. Vom Anleger aus geht es dann mit dem Speedboat direkt zum Resort oder zum Hauptanleger auf Koh Rong. Die Fahrt dauert um die 40 Min. und liegt bei ca. 25-30 $ pro Person.

Die Unterkunft

Nach ein paar Recherchen fanden wir heraus, dass der Hauptanleger der Insel ziemlich belebt und inmitten von Bars und Backpacker-Hostels liegt (wo auch „Happy Cookies“ verkauft und Fullmoon-Parties gefeiert werden).

Long Beach sowie der Lonely Beach, die wohl schönsten Strände von Koh Rong, sind von dort aus nur über einen 45-Minuten-Fußmarsch oder eine Bootsfahrt zu erreichen (es gibt keine asphaltierten Straßen für Tuk Tuks oder Bikes). Boote von Einheimischen (Longtailboats) können vom Hauptanleger zwischen 5-10 $ kosten, wenn man gerade Pech hat und keiner in die gleiche Richtung möchte, kann man auch 25$ zahlen bzw. fährt nach Anbruch der Dunkelheit gar nichts mehr.

Aus diesem Grund haben wir uns für das Sok San Resort, eine Bungalow-Anlage mit eigenem Bootsanleger am Long Beach, entschieden, die nur per Boot oder über einen ziemlich beschwerlichen Weg vom Hauptanleger zu erreichen ist. Zwar ist man dadurch in der Restaurantwahl ziemlich eingeschränkt gewesen (wir haben immer im Resort gegessen), andererseits hat man den schönsten Strand allein für sich und von dort aus immernoch die Möglichkeit zum Zentrum zu spazieren.

Ursprünglich hatten wir vor noch nach Koh Rong Samloem zu fahren, da diese Insel aber noch ruhiger sein soll und wir uns ohnehin in das ruhige Resort verliebt hatten, sind wir letztendlich einfach für fünf Tage dort geblieben und haben es nicht bereut 🙂

Aktivitäten:

Koh Rong bietet nicht so unglaublich viele Aktivitäten, braucht eine Insel mit so einem paradiesischen Strand aber auch nicht. Koh Rong ist der perfekte Ort um wieder runterzukommen. Ihr könnt:

1) Faulenzen am Strand, Spazieren am Strand, Essen am Strand 😀

2) Einen Boots-Ausflug durch die Mangrovenwälder zum Lonely Beach und dem Floating Village von Koh Rong machen.

 

Zu Beachten:

1) Bucht die Unterkunft auf Koh Rong ein paar Tage eher, da wirklich nicht allzu viele Unterkünfte vorhanden sind! Strom, Wifi und fließend Wasser ist nicht immer zu erwarten.

2) Genug Geld mitnehmen! Es gibt keinen Geldautomaten und nur die Resorts (Wir haben lediglich das Sok San gesehen) bieten Kreditkartenzahlung.

3) Wem bekannt ist, dass er auf Sandflies stärker reagiert/ allgemein auf Insekten, unbedingt genug Antihistamin und stärkere Kortison-Salbe (Advantan > verschreibungspflichtig; Soventol) mitnehmen. Es gibt vor Ort keinen Arzt, kein Krankenhaus, keine Apotheke! Auch wenn um das Sok San Resort keine Sandflies waren, kam man bei den Ausflügen nicht um die Biester herum! Und einmal gebissen, hat man Spaß für mehrere Wochen!

 

Nicht zu empfehlen:

1) Barfuß einfach loslaufen Richtung Hauptanleger 😀 Der endlos scheinende Strand endet tatsächlich: in glühend heißem Lehmboden, ohne Möglichkeit ins Gras oder Wasser zu flüchten. So viel Abenteuer braucht kein Fuß 😀 Wir haben am ersten Tag einen 2-3 Std. Höllenmarsch in der Mittagssonne ohne Schuhe absolviert. Auf dem Weg habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben mit Crocs angefreundet, die ich gefunden habe. Später hat Rasmus sie getragen, mich auf dem Rücken, um nicht zu verbrennen 😀

2) Getrennt von euren Freunden ein Hotel buchen (Es sei denn ihr wollt sie loswerden). Wie gesagt, Kambodscha ist nur zu Fuß zu erkunden und wenn man als Gruppe unterwegs ist, sollte man vorher schauen, dass man Unterkünfte findet, die am gleichen Anleger liegen. Auch wenn es nicht so weit entfernt ist, ist es einfach unmöglich abends zum anderen Anleger zu kommen, da es sehr früh dunkel wird und man dann vielleicht auch nicht gerade durch einen Dschungel mit den gefährlichsten Schlangen Südostasiens laufen möchte 🙂 Wer bezüglich der Schlangen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte besser die Regenzeit in Kambodscha vermeiden (Dann kommen sie angeblich zumindest nicht bis an die Bungalows)!

3) Um den Jahreswechsel der Khmer nach Koh Rong fliegen: Was wir vorher natürlich nicht recherchiert hatten: Silvester fällt in Kambodscha in den April, somit zahlten wir für unsere Unterkunft satte 300% des Normalpreises.  Dann ist selbst Kambodscha plötzlich nicht mehr so günstig! Wir dachten bis zuletzt, dass die Insel vielleicht einfach teurer ist als das Festland, haben zu Hause aber festgestellt, dass wir einfach zu der wohl ungünstigsten Zeit da waren.

 

JULI & RAZER

 

 

 

 

 

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