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Kambodscha 1 – Siem Reap und die Tempel von Angkor

Nur knapp eine Flugstunde entfernt von Bangkok liegt der Flughafen Siem Reap und war deshalb die erste Station unseres Kambodscha-Aufenthaltes. Nachdem unser Taxifahrer uns noch mitten in der Nacht auf dem Weg zum Hotel überzeugt hatte  Angkor bei Sonnenaufgang zu erleben, buchten wir spontan den ersten Ausflug.

Keine vier Stunden später ging es also wieder aus den Federn. Überzeugt davon dem ultimativen Geheimtipp gefolgt zu sein, trafen wir um kurz vor fünf ein paar Kilometer nördlich von Siem Reap auf 4.693.453 Menschen, die den gleichen Geheimtipp bekommen hatten. Wir entschieden uns für ein Tagesticket (ca. 37 Dollar; Alternativ: drei oder sieben Tage), für welches noch schnell ein Foto für die Verbrecherkartei gemacht werden musste (zu schön, um es zu teilen) .

 

Station 1: Angkor Whaaaat?!

Angkor Wat ist der bekannteste Teil des Angkor Archaelogical Parks, dem ehemaligen Zentrum des Khmer-Reiches, und ist seit 1992 Unesco Welterbe  (Als nationales Symbol z.B. auch auf der Flagge oder den Geldscheinen zu finden). Dementsprechend waren unsere Erwartungen hoch!

Wir  folgten der Menschenmenge zur Brücke vor der Tempelanlage bis hin zum Seerosenteich, von dem man den klassischen Blick auf die Türme von Angkor Wat erhält. Seitlich, etwas ab von den fotobegeisterten Chinesen, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen, um den Sonnenaufgang zu genießen. Wir warteten und warteten… auf ein spektakuläres Schauspiel und… da war es auch schon hell. Ganz ehrlich, da habe ich in Düsseldorf schon wesentlich schönere Aufgänge aus dem Wohnzimmer beobachtet.

Würde ich deshalb von der Tour abraten? Definitiv NEIN. Gleich nach dem Sonnenaufgang sind wir näher an die Tempelanlage heran,  um dieses architektonische Prachtstück im goldenen Licht zu erkunden. Trotz der Scharen von chinesischen Touristen war man aufgrund der Größe des Tempels immer wieder allein und konnte ganz ungestört die Gänge der Tempel und die feinen Reliefs aus Sandstein betrachten.

 

 

Station 2: Ta Prohm (Tomb Raider Tempel)

Von Angkor Wat fuhren wir mit unserem Hotel- Tuk-Tuk weiter zum Ta Prohm-Tempel. Als wollte der Dschungel die Anlage verschlingen und die Natur sich wieder durchsetzen, so  schlängeln sich die Würgefeigen um die Ruinen. So magisch dieser Ort allerdings war, so streng waren auch die Tempelwächter in der Einhaltung der Kleiderordnung: Bedeckte Schultern sowie mindestens knielange Kleider/Hosen waren für den Eintritt erforderlich. Da es über den Tag allerdings unfassbar heiß wird, würde ich empfehlen ein Jäckchen mitzunehmen, das man vorher schnell überziehen kann 😉

 

Station 3: Angkor Thom- die alte Hauptstadt des Khmer Reiches

Angkor Thom ist das größte der Bauensembles mit dem „Bayon“ als Haupttempel. Überall ragen einem Gesichter aus Sandstein entgegen und zur Mittagszeit war der Tempel (vermutlich aufgrund der steigenden Temperatur) so gut wie menschenleer!

Auch wenn einige Reiseführer dringend empfehlen sich mehrere Tage  Zeit zu nehmen, um sich einen Eindruck von der Magie des Ortes zu verschaffen, fand ich einen Tag mehr als ausreichend! Natürlich gibt es im Park noch viele Tempel zu besichtigen, allerdings fand ich die Route aus diesen dreien genau richtig  🙂

So war dann am späten Nachmittag auch noch Zeit, um sich am Pool abzukühlen und die Pubstreet von Siem Reap zu erkunden, bevor es dann weiter von Sihanoukville auf die Trauminsel Koh Rong ging.

PS: Für alle die, die eine günstige Unterkunft in Siem Reap suchen: die  Udaya Residence kann ich wärmstens empfehlen. Das Personal war super herzlich und mehr als hilfsbereit (In der ersten Nacht haben wir einen Trip gebucht, für den wir nur 4 Stunden später abgeholt wurden. Am nächsten Tag hat das Personal für uns herumtelefoniert, weil alle Flüge nach Sihanoukville ausgebucht waren, bis wir letztlich Plätze bei einer neuen Airline bekommen habenà JC Airlines, die nicht über das Internet zu buchen waren). Außerdem war das  Frühstück super lecker und die Anlage total hübsch. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1 Comment

  • Reply
    Julia
    August 1, 2017 at 7:47 am

    Wieder ein toller Bericht, danke! Finds gut, dass ihr auch schreibt, wenn etwas nicht ganz so prickelnd war (wie jetzt z.B. der Sonnenaufgang). Und das mit den vielen Touris ist immer so eine Sache, man kann manchmal schwer einschätzen finde ich, was ein offizieller „Geheimtipp“ ist und was wirklich noch nicht so populär ist. Diese Taxifahrer kriegen meist Provision, wenn sie Touristen bei der Sehenswürdigkeit „abliefern“, da wird echt Profit draus geschlagen. Schade, dass die Tempelanlage mittlerweile schon so menschenüberfüllt ist. Dachte eigentlich, Kambodscha wäre noch kaum touristisch erschlossen 🙁 Werden sicherlich trotzdem mal dorthinreisen 🙂
    Über Koh Rong haben wir auch schon tolle Videos gesehen, muss wirklich traumhaft sein. Es folgt ja bestimmt noch ein Post darüber, oder? 🙂
    Liebe Grüße, Julia

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